Montag, 31. Dezember 2012

Ausstellung: Kunstraum Deutschland

Liebe Deutschsprachige in Brasilien,

europäische Einigung und globale Vernetzung der Weltregionen stellen jeder Nation die Frage nach der Vermittlung ihrer Kultur neu. Die bildende Kunst zeigt die Auswirkungen des Zusammenrückens der Kulturen bereits deutlich: Das globale Dorf ist hier längst Wirklichkeit. Der Künstler als Global Player, als Wanderer zwischen den Kulturen steigerte sich zum Inbegriff der Künstlerrolle in der heutigen Zeit.

Zogen in den fünfziger Jahren viele deutsche Künstler in die Kunstmetropole Paris oder seit den sechziger Jahren nach New York, wählten Künstler anderer Nationen bewusst ihren Lebens- und Arbeitsmittelpunkt in Deutschland. Ihre Integration zeigt sich nicht zuletzt daran, dass sie neue bildnerische Impulse setzten, die heute als selbstverständlicher Teil der hiesigen Szene wahrgenommen werden. Neben den Deutschen prägen vor allem diese Künstler, die nach Deutschland immigriert sind, das kreative Leben – sie lehren an den Akademien und machen sie für junge Menschen im In- und Ausland attraktiv.

Die Ausstellung des ifa (Institut für Auslandsbeziehungen e.V.) wirft einen anderen Blick auf den “Kunstraum Deutschland“, an dessen Entwicklung die offene, föderale Kulturpolitik großen Anteil hatte. Sie ist die erste im Rahmen der Europäischen Auswärtigen Kulturpolitik transnational angelegte Ausstellung. Über Gattungsgrenzen der bildenden Kunst hinweg stehen Werkgruppen von Armando, Candice Breitz, Tony Cragg, Marianne Eigenheer, Ayse Erkmen, Christine Hill, Magdalena Jetelová, Per Kirkeby, Joseph Kosuth, Marie-Jo Lafontaine, Man June Paik, Giuseppe Spagnulo und Herman de Vries für die künstlerische Vielfalt in der transkulturellen Einheit. Über die Präsentation exemplarischer Positionen der letzten dreißig Jahre hinaus spürt die Ausstellung vor allem der Bedeutung und dem Einfluss der hier lebenden international bekannten Künstlerinnen und Künstler auf Themen, Medien und Ausdrucksformen des aktuellen Diskurses nach.

Eine Ausstellung des Instituts für Auslandsbeziehungen in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Curitiba und der Kulturbehörde des Bundesstaates Paraná / Casa Andrade Muricy.

Ausstellungsort:
Casa Andrade Muricy
Al. Dr. Muricy, 915
80020-40 Curitiba

Eintritt:
kostenfrei

Die Ausbildung ist noch bis zum 07.04.2013 geöffnet.

Weitere Informationen telefonisch unter:
041 3262-8244

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